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24.04.2020

Wie beeinflussen Vulkane und solare Aktivität unser Klima?

Klimasimulationen für die Zukunft: In HIDAs virtueller Klima-Challenge versuchten über 30 Wissenschaftler herauszufinden, wie vulkanische und solare Aktivitäten in Klimamodellen wiedergespiegelt werden und lieferten dafür vielversprechende Lösungen.

Virtuelles Coworking: über 30 Wissenschaftler arbeiteten bei der #HIDAclimatechallenge in fünf Gruppen zusammen. Foto: HIDA

Am 3. und 4. April 2020 hat die Helmholtz Information & Data Science Academy mit der virtuellen #HIDAclimatechallenge mehr als 30 Teilnehmer zusammengebracht, die fünf vielversprechende Lösungsvorschläge erarbeitet haben. Die Challenge kam von Sebastian Wagner vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht. Es ging um das Klima: Die Teilnehmer sollten helfen, herauszufinden, wie solare und vulkanische Aktivitäten aus der Antike von Klimamodellen wiedergespiegelt werden.

Mit Daten aus Solar- und Vulkanaktivitäten haben die Teilnehmer in fünf Teams Klimamodelle erstellt, in Filmen zusammengefasst und so Sebastian Wagner am Ende des zweiten Tages präsentiert. „Ich war begeistert von der Zusammenarbeit in den interdisziplinären Teams und von der Qualität der Beiträge. Danke für die tollen Out-of-the-box Lösungen. Es wurden einige sehr vielversprechende Ansätze vorgestellt“, sagt Wagner. „Die meisten Gruppen haben gut den Unterschied zwischen den Perioden mit vermehrter Vulkanismus-Aktivität und Zeiten abgeschwächter Aktivität herausgearbeitet. Interessant war in einigen Beiträgen auch, dass für bestimmte Regionen sogar ein Einfluss der - relativ schwachen -  Änderungen in der Solaraktivität festgestellt werden konnte. Dies kann als Grundlage für weitere Untersuchungen dienen, um die sogenannten „Fingerprints“ verschiedener Klimaantriebe besser separieren und einschätzen zu können.“

Die Daten werden nun weiter aufbereitet und mit Wissenschaftlern aus der Proxy Community gemeinsam analysiert. Insbesondere soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit Vulkane für die Ausprägung der sogenannten „Spätantiken Kleinen Eiszeit“ zwischen 536 und etwa 660 nach Christus mit verantwortlich waren. Diese führten in Europa unter anderem zu Völkerwanderungen. „Aus diesen Erfahrungen lassen sich möglicher Weise Rückschlüsse für die Auswirkungen künftiger Vulkanausbrüche auf das Klima und unsere Zivilisation ziehen“, erläutert Wagner. Den Teilnehmern der Challenge will er die Möglichkeit geben, weiter an den Auswertungen teilzuhaben: „Wenn in der Challenge Community Interesse besteht, Analysen durchzuführen, können wir das gerne realisieren.“


In diesen vier Videos präsentieren die Teams ihre Lösungsvorschläge:

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